#36: Barbara Hundegger

Wandzeitung #36, Jänner 2017

Barbara Hundegger

Zwei Gedichte

»Die Lyrik sollte aus der Literatur in die Bildende Kunst wechseln. Sofort wäre sie etwa das Missverständnis los, dass man sie ›verstehen‹ können muss. Statt sie zu erfahren. Lesend. Sie würde wahrgenommen werden wie (abstrakte) Kunstwerke es werden, Installationen oder Performances, die man längst als holistische Erfahrungsräume ansieht, in denen das intellektuelle Verstehen nur einen Aspekt der Rezeption ausmacht.« (Thomas Böhm, Zeit Online, Juli 2015)

Ganz in diesem Sinn ist die aktuelle Wandzeitgung bestehend aus nicht mehr als zwei Gedichten der Innsbrucker Lyrikerin Barbara Hundegger zu verstehen. Ihre Arbeiten eignen sich bestens, sie aus Büchern zu befreien und sie auf Schaufenster und Plakatwände zu affichieren: Mit ihrer verdichteten, fast wie auf das notwendige Minimum konzentriert erscheinenden Sprache »löst sie jede Eindimensionalität vollends auf« (Anton Thuswalder) und lädt uns ein, »ihre dialektische Denkweise im Erkunden von Welt und Gesellschaft mitzugehen« (Barbara Neuwirth).

Die beiden Gedichte stammen aus Barbara Hundeggers letztem Lyrikband wie ein mensch der umdreht geht. dantes erläuterungen reloaded, Haymon 2014.

Ausgewählt und gesetzt von Gabi Adébisi Schuster.