#25: Ruinen der Gegenwart

Wandzeitung #25, Oktober 2014

Ruinen der Gegenwart

In der Ruine verkörperte sich der Kreislauf, in dem die Menschen und alles, was sie der Natur abringen, schließlich von ihr zurückgeholt werden. Ruinen der Gegenwart spannt einen Bogen von der herkömmlichen Ruinenästhetik, die vor den Trümmern gedankenverloren über eine ferne Vergangenheit meditiert, zu einer heutigen Sichtweise, die nach der Entstehung von Ruinen und ihrer aktuellen Bedeutung fragt. Lassen sich Ruinen als ästhetische Symbole für den Zustand der Welt zu entziffern, als Symptome blutiger und unblutiger Kriege, auch wenn sie wie die Ruinen des WTC längst beseitigt wurden?

Ruins embody the cycle in which humans and all they wrest from nature are eventual reclaimed by her. Ruins of the Present spans a curve from the usual ruin aesthetic which mediates thoughts lost in a long distant past to today’s perspective that questions the origin of ruins and their current meaning. Are ruins the aesthetic symbol for decoding the state of the world, are they symbols of bloody and bloodless wars, even if they were removed long ago, like the ruins of the World Trade Centre?

Dazu wurden folgende Künstlerinnen und Künstler eingeladen
Clemens Fürtler, Katya Gardea Browne, Francisca Gómez,
Nathalie Grenzhaeuser, DD Handon, Maike Klein und Wolfgang Kampz,
Patricia Lambertus, Nadia Lichtig, Pitt Sauerwein, Paul Schwer,
Sibylle Springer, Wolfgang Zach

Kuratiert von Ludwig Seyfarth