#20: möglicherweise hier

Wandzeitung #20, März 2014

möglicherweise hier

Manuela Mark

Manuela Mark erkundet über mehrere Monate einzelne Bezirke Tokyos. Sie geht zu Fuß oder fährt mit dem Fahrrad. Sie findet architektonische Lücken und Zwischenräume, erzwungene Leerstellen. Eine verborgene Struktur, die sich wie ein Netz durch die Stadt zieht, tritt zutage. Je nach Dimension der Zwischenräume ist die Ansammlung der Objekte darin vom Zufall bestimmt. Es wird ein enger, manchmal anarchisch chaotischer Freiraum sichtbar – eine Besonderheit im minutiös durchgeplanten Stadtraum. Zurück in Wien versucht Manuela Mark mit Hilfe von Google View die Routen zu rekonstruieren und die Standorte der abgebildeten Freiräume zu lokalisieren. Ergebnis dieser Recherche sind unter anderem die Titel der einzelnen Fotografien.
Durch die Präsentation der Serie im Zwischenraum bei STEINBRENER/DEMPF erfahren die perspektivischen Aufnahmen von Manuela Mark eine weitere Verstärkung.

Kuratorin Katharina Boesch, section.a

Manuela Mark wurde in Serfaus, Tirol geboren. Sie lebt und arbeitet in Wien. 1999 – 2001 Studium an der Akademie der bildenden Künste, Wien, 2001 – 2005 an der Universität für angewandte Kunst, Wien. 2008 führte sie das MAK Schindler Artist-in-Residence Program nach Los Angeles, 2010/2011 das Atelierstipendium des BMUKK nach Tokyo, wo die Fotoserie Tokyo entstand. 2009 erhielt sie den Outstanding Artist Award des BMUKK, 2008 den Förderpreis für zeitgenössische Kunst des Landes Tirol.
www.manuelamark.com

Katharina Boesch ist gemeinsam mit Christine Haupt-Stummer Geschäftsführerin des art.design.consulting Unternehmens section.a. Ergebnisse der Zusammenarbeit mit section.a sind Ausstellungen, Museumskonzepte, Bildwelten, Produktentwicklungen und Publikationen. In den letzten 13 Jahren hat section.a etwa 150 Projekte mit mehr als 170 KünstlerInnen und DesignerInnen umgesetzt.
www.sectiona.at