#9: SICHTBAR – UNSICHTBAR

Wandzeitung #9, April 2012

SICHTBAR – UNSICHTBAR

Das Unsichtbare, heißt es, ist nicht das Gegenteil des Sichtbaren, sondern sein geheimes Gegenstück, sichtbare und unsichtbare Welt durchdringen einander wechselseitig. Stabile Verhältnisse sind von den beiden nicht zu erwarten, alles ist in Bewegung:

Während einige europäische Regierungen auf das umfassende Recht auf Einsicht setzen – ALLES speichern, alles SEHEN! – ist ein beachtlicher Teil dessen, was früher ‚kritische Öffentlichkeit‘ hieß, in seinem Tun auf Unwahrnehmbarkeit angewiesen – ANONYMOUS.

Und während in Österreich zahllose Untersuchungsausschüsse versickerte Geldflüsse sichtbar zu machen versuchen, werden ‚Kollateralschäden’ derselben Wirtschaftsethik wie z. B. Armut oder Bettelwesen kurzerhand per Gesetz aus dem Stadtbild retuschiert.

Die Wandzeitung #9 spürt in einer wild wuchernden Schriftinstallation den vielschichtigen Verhältnissen des Sehens und Gesehen-Werdens, der Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit nach. Die Passantinnen sind eingeladen, markante Schrift-Exponate zum Thema hier auszustellen.

Ausgewählt von Bernhard Kellner und Steinbrener/Dempf & Huber

Mit Beiträgen von Andrea van der Straeten, Bernhard Waldenfels, Bettellobby, Gustav Schörghofer, Hannes Krisper, Hélène Cixous, J.J. Luna, Maurice Merleau-Ponty, Natalie Heinich, New York Police Department (NYPD), Republik Österreich-Parlament, Samuel Beckett, Sophokles u. v. a.

 

 

 

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